Die Kesseltrommeln im Innenbereich der Anlage
Bild: Tobias Plath

Das Müllheizkraftwerk Frankfurt
Der durch die Verbrennung von Haushaltsabfällen in der Abfallverbrennungsanlage (AVA) erzeugte Dampf wird bereits seit Errichtung der Anlage in den 1960er - Jahren in das benachbarte Heizkraftwerk geliefert. Dort dient der Dampf seit jeher zur Erzeugung von Strom und Fernwärme für Frankfurt - Nordweststadt.
Zirka 180.000 Tonnen durch die AVA verbrannte und im HKW zu Strom und Wärme umgewandelte Haushaltsabfälle werden im Jahr 2005 verbraucht. Ein Jahr, das zu einem entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Anlagen werden soll: Seit Inkrafttreten der TASi (Technische Anleitung Siedlungsabfall) am
1. Juni 2005 müssen sämtliche Haushaltsabfälle – die Abfälle der grauen Tonne – thermisch oder biologisch
vor einer Deponierung vorbehandelt werden. Das Aus für alle konventionellen Mülldeponien der Bundesrepublik Deutschland. Künftig muss auch der Hausmüll aus dem Hochtaunuskreis, dem Maintaunuskreis und anderen Gemeinden des Rhein-Main-Gebietes in der AVA Nordweststadt verbrannt werden. Langfristig werden der Ausbau und die Modernisierung der Anlagen damit unumgänglich.
Um gemeinsame und ökologische Synergien zu nutzen, entschließen sich die Eigentümer der Anlagen, die Stadt Frankfurt am Main und die Mainova AG, zu einem Zusammenschluss. Die Betreiber der AVA und des HKW – die FES GmbH und die Mainova AG – beginnen mit den Planungen zum Betrieb eines hochmodernen Müllheizkraftwerkes – dem MHKW Frankfurt.
Das MHKW Frankfurt wird künftig nicht nur den Stadtteil Nordweststadt, sondern auch den neuen Stadtteil „Am Riedberg“ mit Fernwärme versorgen. Durch die Nutzung von Hausmüll als Brennstoff für die Energieerzeugung in einer Anlage auf dem neuesten Stand der Technik trägt die MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH erheblich zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bei. Außerdem werden die kostbaren Ressourcen Erdöl, Kohle und Erdgas eingespart. Darüber hinaus werden durch die Erneuerung der Rauchgasreinigung auch die Belastungen der Umwelt weiter auf ein Minimum reduziert. Das MHKW Frankfurt am Main bleibt im Besitz der Stadt Frankfurt am Main und der Mainova AG. Der Betrieb wird zukünftig von der MHKW Frankfurt am Main GmbH, einer gemeinsamen Gesellschaft der FES GmbH und der Mainova AG, zusammen durchgeführt.
Nach Abschluss aller Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen im Jahr 2009 können im MHKW 525.000 Tonnen Hausmüll jährlich thermisch verwertet werden.
Hier finden Sie die Daten der Emissionsmessungen und Verbrennungsbedingungen des MHKW Frankfurt. >> hier